Brustentzündung

Eine Brustentzündung ist eine Entzündung der Brustdrüse. Diese sogenannte Mastitis trifft hauptsächlich Frauen in der Stillzeit als auch während des Wochenbetts.
Sehr selten sind Männer von einer Brustentzündung betroffen und ebenfalls wird eine Mastitis bei Neugeborenen und Kindern gesehen. ( Mastitis neonatorum)

Entzündung der Brust bei Stillenden

Das gefürchteste Problem beim Stillen heisst: Mastitis. Eine Maistits sollte unbedingt sofort behandelt werden um eine Brustdrüsenentzündung zu vermeiden.
Eine Mastitis macht sich mit folgenden Anzeichen bemerkbar:

    • gerötete Stellen an der Brust
    • schmerzende Stellen
    • harte StellenIst die Mastits bereits fortgeschritten:
    • Gliederschmerzen
    • Abgeschlagenheit
    • Fieberanzeichen

Die Anzeichen einer fortgeschrittenen Mastitis sind sehr grippeähnlich. Eine Entzündung der Brust kannst sich jedoch auch als Reaktion auf eine echte Grippe entwickeln.

Behandlung mit Medikamenten

Oft ist nur eine Brust von der Entzündung betroffen. Sehr selten ist hingegen, dass sich die Entzündung auf beide Seiten entwickelt.
Sollte dies der Fall sein, sollte eine Hebamme, Stillberaterin, bzw. ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt wird die Brustentzündung mit Medikamenten behandeln. Oft mit Antibiotika.

Nicht Abstillen

Hat es die stillende Mutter erwischt und sie leidet unter einer Entzündung der Brust, muss auf keinem Fall abgestillt werden. Die Entzündung schadet dem Kind nicht. Damit die Entzündung einen schnellen Heilungsprozeß durchlebt, ist es sogar förderlich so oft wie möglich zu stillen. Das Abstillen würde ein Milchstau verursachen. Dies wäre für die stillende Mutter noch schmerzhafter.

Früher haben stillende Mütter bei einer Mastitis den Rat erhalten abzustillen, damit das Kind von den Bakterien der Entzündung geschützt wird. Diese Ansicht wird heute nicht mehr vertreten. Heute ist man der Meinung, dass in der Muttermilch genügend Antikörper vorhanden sind, die das Baby vor Bakterien schützen. Es ist nicht mehr haltbar, dass das Baby durch die bakterielle Infektion der Mutter erkranken könnte.

Akute und chronische Mastitis

Die Symptome einer akuten Mastitis können unterschiedlich sein. Unter anderem äußern sich Symptome einer akuten Mastitis durch einen ausgedehnten Schmerz. Die betroffene Brust fühlt sich angespannt; die Brust ist gerötet und überwärmt. Ebenfalls ist Fieber möglich.

Ursachen einer Brustentzündung

Ursächlich für eine Mastitis sind hauptsächlich Bakterien, vorallem Staphylococcus aureus.
Selten können Ursachen wie eine Mastopathie ( gutartige Veränderung der Brust), als auch eine übermäßige Produktion des Hormons Prolaktin, sein.

bakterielle und nicht-bakterielle Mastitis

Mediziner untescheiden zwischen bakterieller Brustentzündung und nicht-bakterieller Brustentzündung.
nicht-bakterielle Brustentzündung
Aus einer nicht-bakteriellen Brustentzündung kann sich eine bakterielle Brustentzündung entwickeln. Dabei siedeln sich Keime im entzündeten Gewebe an und vermehren sich dort.

bakterielle Brustentzündung
Eine bakterielle Mastitis verursachen vorallem die Staphylokokken, insbesondere Staphylococcus aureus. Auch können andere Keime wie Streptokokken eine Mastitis verursachen. Die Keime gelangen über kleine Risse in die Haut der Brustwarze in den Körper.

Brustentzündung während der Stillzeit
Bei einer Brustentzündung während der Stillzeit stammen die Bakterien meistens aus dem Nasen – Rachenraum der stillenden Mutter oder eines anderen Menschen, welcher im engen Kontakt mit dem gestillten Kind ist. Von dort aus gelangen die Bakterien in Mund, Nase und Rachen des Babys. Wenn das Kind anschließend gestillt wird, gelangen diese Bakterien an die Brustwarze der Mutter.

Ist die Entzündung der Brust eine nicht-bakterielle ist die Ursache oft eine vermehrte Bildung von Sekret in der Brust. Kann das gebildete Sekret nicht anständig abfließen, staut es sich an. Durch diesen Stau weitet sich das Milchgangssystem und Flüssigkeit tritt in das umliegende Gewebe ein. Da das Sekret durch den Körper als ein Fremdkörper angesehen wird, provoziert es eine Entzündungsreaktion hervor. Dadurch kann sich an dem geschädigten Milchsystem, als auch innerhalb der Entzündungsherde Bakterien anhäufen und dadurch eine bakterielle Mastitis hervorrrufen.

Diagnose

Ein Arzt kann bei einer Mastitis schnell eine Diagnose stellen, indem er die Brust abtastet und die Patientin entsprechend befragt. Die zu stellende Diagnose kann durch eine Ultraschalluntersuchung der Brust unterstützt werden. Ebenfalls kann eine Mammographie helfen und nötig sein. Eine Mammographie dient vorallem dafür einen entzündlichen Brustkrebs auszuschließen.
Das sich die Brust ausserhalb der Stillzeit entzündet ist äußerst selten. Selten kann eine Brustentzündung ausserhalb der Stillzeit chronisch verlaufen.