Milchstau

Prinzipiell in den ersten Wochen, aber auch danach, kann es passieren das bei der stillenden Mutter es zum Milchstau kommt. Die Brüste fangen an zu schmerzen und verhärten sich. Viele stillende Mütter haben dazu noch grippeähnliche Symptome. U.a. Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen. Es deutet alles auf einen Milchstau hin.

Was versteht man unter einem Milchstau?

Unter einem Milchstau versteht man verstopfte Milchkanäle. Einige Tage nach Geburt des Kindes schießt die Milch in die Brüste der Mutter. Durch das Saugen des Babys an der Brust der Mutter wird der Milchfluss in Gang gesetzt.
Ein Milchstau ensteht dann, wenn einige Brustbereiche vom Baby nicht richtig leer getrunken worden sind. Muttermilch wird neu produziert, kann jedoch nicht fließen, weil der Stau dies nicht zulässt.
Die betroffenen Bereiche der Brust werden hart und schmerzen. Viele werdene Mütter fürchten sich vor einem Milchstau und haben Angst, danach nicht mehr stillen zu können. Jedoch muss diese Sorge nicht sein, ein Milchstau läßt sich gut behandeln.

Ursachen eines Milchstaus

Folgende Ursachen können einem Milchstau zugrunde liegen:

    • zu enger BH
    • schlechte StillhaltungMeistens ist jedoch die Ursache, dass sich der Trinkrhythmus erst einspielen muss. Am Anfang gibt es den Milcheinschuss. Dieser muss sich erstmal auf das Baby einstellen. Das Baby ist erst einige Tage alt, schläft oft an der Brust ein und hat einfach noch nicht die nötige Ausdauer, um konstant an der Brust zu trinken. Demnach ist mehr Milch in den Brüsten der Mutter vorhanden, als das Baby dies aufnehmen kann.

      Behandlung

      Das wichtigste ist: weiter Stillen. Ein Milchstau ist kein Grund abzustillen. Es schadet dem Baby nicht.

      Was hilft bei einem Milchstau am besten

    • Wichtig ist, das Baby so oft wie möglich anzulegen. Beim Saugen des Babys mit der freien Hand sanft auf die schmerzende Stelle drücken. Dadurch kann sich der Stau in der Brust lösen.
    • Das Saugen wird erleichtert, indem die Brust vor dem Anlegen erwärmt wird. Z.B. mit warmen Umschlägen, Kirschkernkissen oder Wärmeflasche.
    • Weiterhin zu empfehlen ist: die Brust z.B. unter der Dusche sanft Auszustreichen. Der betroffene Brustbereich in Richtung Brustwarze.Diese Methode sollte man einige Tage konsequent durchziehen. Das Baby wird von Tag zu Tag stärker und kann besser an der Brust trinken.

Wann muss ich zum Arzt?

Zum Arzt sollten Sie immer, wenn Sie sich unsicher fühlen. Antworten auf Ihre Probleme, sollten Sie auch nie im Internet suchen.
Im Zweifelsfall sollten Sie ihre Hebamme um Rat fragen.
Gleichwohl sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn sich die Symptome verschlechtern. Wenn Fieber auftritt, eitriges Sekret aus der Bustwarze fließt, bzw. austritt. Bei einem Milchstau besteht die Gefahr das sich eine Mastitis entwickelt.

Tipps

Um einen Milchstau vorzubeugen:

  • Der Büstenhalter sollte gut sitzen
  • sollte sehr viel Milch vorhanden sein, sollte man über das Abpumpen nachdenken. Zumindest bis sich die Stillbeziehung eingependelt hat. Fragen Sie hierzu ihre Hebamme
  • Gönnen Sie sich Ruhe
  • Ganz wichtig: Stillen Sie nicht nach Uhrzeit, sondern nach Bedarf. Legen Sie das Baby so oft an, so oft Sie es brauchen und das Baby es braucht. Das Baby ist in den ersten 1-2 Monaten noch zu klein, um es nach Uhrzeit zu stillen.